Weiter geht‘s mit unserer Reihe „Neue Speisen im Alten Mädchen“. Heute mit der Nummer 02: Smokey-Matjes. In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Matjesvariationen entwickelt und ausprobiert. Zu Störtebekers Zeiten verordnete man dem beliebten Hering Gewürze und Zutaten in ausgewogener Mischung und ließ ihn damit im Fass reifen. Diese tollen Rezepte werden heute gern wieder erinnert. So auch von uns, die wir unseren Matjes kalt und mit Aalen auf Buchenholz räuchern. Das Ergebnis ist ein natürlich gereifter Matjes mit mildem Rauchgeschmack, den wir mit Gartenkresse, etwas Kräuterschmand und Zwiebelringen servieren. Ahoi und guten Appetit!

Übrigens: Der deutsche Begriff Matjes kommt vom niederländischen „Maatjesharing“, einer Abwandlung von „Maagdenharing“. Das heißt so viel wie „Mädchenhering“ oder „Jungfrauenhering“ und bezieht sich auf die geschlechtliche Unreife der verwendeten Heringe. Matjesheringe werden nämlich von Ende Mai bis Anfang Juni gefangen, weil sie in dieser Zeit einen relativ hohen Fettgehalt (mehr als 15 Prozent) haben und Rogen oder Milch noch nicht ausgebildet sind.

Hintergrund:

In den letzten Wochen haben wir von euch viele Wünsche und viel konstruktive Kritik zu unserem Essen erhalten. Daher wollen wir euch an dieser Stelle in den kommenden Tagen Stück für Stück unsere neuen Speisen vorstellen. Wir haben uns für die neue Karte mächtig ins Zeug gelegt und hoffen, mit der Auswahl und Zubereitung euren Geschmack zu treffen und weitere Freunde zu gewinnen.  Bei der Zubereitung der Speisen stehen für uns die Region und nachhaltige Erzeugung im Fokus. Wichtig sind uns der direkte Kontakt und die Kenntnisse der Erzeuger über ihre Produkte. Außerdem verarbeiten wir nach Möglichkeit umfassend Produkte aus ökologischer und artgerechter Erzeugung des Landwert Hof Stahlbrode in Mecklenburg-Vorpommern. 20131218_AM-Tischset_N_FINAL